Fairsicherungsbrief Februar 2017

Liebe Fairsicherte,

noch ist es kalt, hier in Göttingen. Aber vielleicht können Sie sich für eines der Themen erwärmen, über die wir in diesem Rundbrief berichten werden.

Im letzten Rundbrief hatten wir ein Alternativ-Produkt zur Berufsunfähigkeitsversicherung vorgestellt. Hierzu bieten wir nun einen größeren Überblick an Alternativen.

Weiterhin stellen wir Ihnen kurz das neue Pflegestärkungsgesetz vor.

Haben Sie Probleme mit Ihrem Wohngebäudeversicherer Dann lesen Sie, wie wir Ihnen evtl. helfen könnten. Sichern Sie auch Ihre  Photovoltaikanlage ab. Auch hier gibt es Neues zu berichten.

Ein sehr guter Rechtsschutzversicherer bietet nun einen Sorglos-Komplett-Schutz an, der auch Streitigkeiten im Erbrecht versichert.

Zu guter Letzt freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir eine neue Homepage haben. Hier ist nun auch ein Vergleichsrechner (Näheres siehe letzte Seite) für einige private Versicherungen installiert.

Was schützt Sie gegen Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit etc.?

Wenn Sie aufgrund lang andauernder Erkrankung nicht mehr arbeiten können, sollten Sie eine monatliche Rente als Einkommensersatz versichert haben. Es gibt einige Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Wir stellen Ihnen sechs verschiedene Möglichkeiten einer Absicherung vor. Es handelt sich um Berufsunfähigkeit (BU), Erwerbsunfähigkeit(EU), funktionelle Invaliditätsversicherung (FIV), Grundfähigkeitsschutz (GF), Dread Disease (DD), Unfall.

Die BU-Versicherung bietet einen umfassenden Schutz. Aber es gilt schon lange nicht mehr der Anspruch „eine BU-Versicherung für Alle“. Genau darum gibt es die alternativen Produktlösungen. Es ist wichtig, dass sich alle Menschen im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten eine Absicherung leisten können.

Die EU-Versicherung versichert nicht den Verlust der Fähigkeit, im zuletzt ausgeübten Beruf zu arbeiten, bietet aber sonst einen vergleichbaren Schutz zu BU-Policen und ist zudem bis zu 40% günstiger (je nach beruflicher Tätigkeit).

Eine UV springt nur nach einem Unfall ein. Die DD greift nur bei bestimmten schweren Krankheiten. Die GF sichert hingegen gegen den Verlust elementarer körperlicher und geistiger Fähigkeiten wie Sehen, Sprechen, Gebrauch der Hände ab. Ursache und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit spielen bei diesen drei Arten keine Rolle.

Die FIV kombiniert Leistungen aus diesen drei Versicherungen. Sie deckt z.B. Organschäden und Verlust von Grundfähigkeiten ab, bestimmte schwere Erkrankungen und Unfälle ab 50% Invalidität. Es muss eine dauerhafte Beeinträchtigung nachgewiesen werden.

In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie übersichtlich, welchen Schutz die verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten jeweils bieten. Eines sollten Sie in jedem Fall: Sichern Sie sich finanziell ab!

Das neue Pflegestärkungsgesetz II

Zum 01.01.2017 wurde die Pflegepflichtversicherung reformiert. Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird mit sechs NBA-Modulen (Neues Begutachtungsassessment) mit unterschiedlicher Gewichtung nach einem Punktesystem ermittelt:

  • Mobilität, gewichtet mit 10%
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, zusammen gewichtet mit 15%
  • Selbstversorgung, gewichtet mit 40%
  • Bewältigung von und Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen, gewichtet mit 20%
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte, gewichtet mit 15%

WICHTIG und neu: Der Zeitfaktor der pflegerischen Versorgung spielt keine Rolle mehr!

Die Pflegepflichtversicherung unterscheidet anstatt vorher drei Pflegestufen nun fünf Pflegegrade:

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 12,5 bis unter 27 Punkte
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 27 bis unter 47,5 Punkte
  • Pflegegrad 3: Schwere  Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 47,5 bis unter 70 Punkte
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 70 bis unter 90 Punkte
  • Pflegegrad 5: Härtefall mit schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit 90 bis 100 Punkte

Auch die Leistungen wurden geändert. Mit wieviel Geld Sie bei welchem Pflegegrad rechnen können, haben wir ausführlich in unseren Infos zu Pflegerenten- und Pflegetagegeldversicherungen beschrieben. Sicher ist, dass im Fall der Pflegebedürftigkeit eine erhebliche finanzielle Lücke entstehen würde. Daher sollten Sie eine Zusatzversicherung abschließen. Gern schicken wir Ihnen bei Bedarf die Infos zu.

Immer mehr Kund/innen zahlen Einmalbeiträge (z.B. aus Erbschaften oder Sparguthaben vom Tagesgeldkonto, das nicht verfügbar sein muss) für eine Pflegerentenversicherung. Dies ist günstiger – und man hat die Pflegekosten, ohne weitere finanzielle Verpflichtungen zu haben, für immer versichert.

Wohngebäudeversicherungen

Haben Sie auch seit einiger Zeit Probleme mit Ihrer Wohngebäudeversicherung? Die Gesellschaften schauen immer mehr auf die Rentabilität und sanieren die Verträge. Dies bedeutet in erster Linie Ärger für Sie.

Kund/innen, die uns baten, ihre Verträge zu überprüfen, konnten wir oft attraktive Gegenangebote unterbreiten. Auch haben wir es manchmal geschafft,  Gebäude ohne Erschwernis versichern zu können, bei denen unsere Kund/innen bereits eine Selbstbeteiligung akzeptieren mussten oder im schlimmsten Fall gekündigt wurden.

Wir möchten Sie in diesem Bereich unterstützen! Senden Sie uns Ihren bisherigen Versicherungsschein zu und lassen Sie uns ein Gegenangebot erstellen! Oder rufen Sie uns einfach an.

Überprüfen Sie auch Ihren Versicherungsschutz für die Photovoltaikanlage.

Jetzt neu: Es sind auch Schäden durch Marderbisse versicherbar.

Rechtsschutzversicherungen

Häufig werden wir nach Rechtsschutz für Erbrechtsangelegenheiten gefragt. Bisher war dies nicht versichert. Nun haben wir einen Versicherer, der Gerichts- und Anwaltskosten in Erbrechtsstreitigkeiten bis zu € 1500 erstattet. Das ist nicht viel, aber immerhin. Es handelt sich um eine Sorglos-Komplett-Lösung und kostet € 235 im Jahr. Die Selbstbeteiligung beträgt zunächst € 400, sinkt aber Jahr für Jahr, wenn die Versicherung nicht in Anspruch genommen wird. Wir erläutern Ihnen dies gern näher.

Im Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz können wir einen bezahlbaren Basisschutz für nur € 149 im Jahr anbieten, wenn man nicht mehr als € 24.000 brutto im Jahr verdient. Es gibt aber einige Ausschlüsse, die Wartezeit beträgt 6 anstatt 3 Monate. Trotzdem, wenn Sie Interesse haben, können wir Ihnen gern mehr dazu sagen.

Dies und Das

Vielen Dank an Sie für die zahlreichen Rücksendungen unseres Fragebogens. Viele von Ihnen möchten mehr online selbst regeln können wie z.B. Schäden melden. Auch ist der Wunsch nach einer Online-Akte vielfach geäußert worden. Einige, vor allem die Jüngeren, möchten gern „kleine Privatversicherungen“ selbst online abschließen können. Aber fast 100% sind der Meinung, dass eine persönliche Beratung auch wichtig sei. Vielen Dank dafür!

Wir haben nun schon einiges umgesetzt. Sehen Sie sich unsere neue Homepage www.fairgoe.de an. Sie ist Tablet- und Smartphone- tauglich und bietet einen umfangreichen Service. Außerdem sind einige Vergleichsrechner installiert, worüber Sie nun Versicherungen selbst direkt beantragen können.

Die Möglichkeit einer Online-Akte bieten wir noch nicht an, sind aber dabei. Leider ist dies ein schwierigeres Unterfangen. Aber wir sind zuversichtlich, dass es 2017 noch eingerichtet wird.

Wenn Sie möchten, geben Sie uns ein Feedback zur Homepage. Wir sind über jede Kritik, gut oder schlecht, dankbar.

Ein Hinweis zum Schluss: Bitte benutzen Sie den beiliegenden Service-Bogen, um uns Änderungen mitzuteilen. Oder verwenden Sie den Service-Bogen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren bzw. ein Angebot von uns zu bekommen.

Ihre Regina Weihrauch und Jens Liebich

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